Seit gestern steht sie im Futurium in Berlin: Unsere neueste Installation “Shared Grounds”.
Es ist eine ganz besondere Installation – sie ist durch und durch partizipativ. Das bedeutet, dass wir gemeinsam mit dem Futurium Rahmen und Ort für die Skulptur geschaffen haben und sie ab jetzt von den Besucher:innen mit eigenen Werken ausgestaltet wird. So wächst sie stets weiter und ist von ihrer Form und ihrem Inhalt immer abhängig davon, was die Menschen, die teilnehmen, sich für ihre Zukünfte ausmalen.
Das Thema der Installation ist der Boden. Boden geht uns alle an, bietet er doch die Grundlage, auf der wir stehen, die Grundlage für unser Leben. Er ernährt uns (im besten Falle), speichert und filtert Wasser und ist nach den Ozeanen die bedeutendste Kohlenstoffsenke im Klimasystem. Doch der Boden wird vernachlässigt und leidet.
Wir durften für das Futurium nun ein neues Workshopformat entwickeln, das sich dieser bedeutenden Ressource widmet und damit die Brücke zu unserer Installation schlägt. Denn die Teilnehmenden der Workshops beginnen ihre Reise an der Installation. Hier wartet ein interaktives Glücksrad auf sie, an dem sie sich ihre Challenge für den Workshop erdrehen können und dann auf eine entsprechende Mission geschickt werden. Thematisch haben wir dafür eine große Bandbreite an relevanten Themen zusammengefasst und aufbereitet, von Wasserstress über Artenvielfalt, von Maschineneinsatz in der Landwirtschaft hin zu globaler Gerechtigkeit.
Mit dieser Mission geht es dann ins Futurium Lab. Hier erhalten die Teilnehmenden eine Bodenplatte und können aus einem Kartenset entsprechende Szenarien für ihr Thema wählen und entscheiden, ob sie sich auf eine Stadt- oder eine Landperspektive konzentrieren. Mit nachhaltigen, ungewöhnlichen und ästhetischen Materialien werden dann Zukunftsvisionen gebaut – als Prototypen, die Lösungen für die Bodengesundheit von morgen symbolisieren sollen. Wenn diese fertiggestellt sind, werden sie von den Teilnehmenden noch kuratiert, also beschriftet und mit einer Audio-Datei versehen, so dass auch Menschen mit Sehbehinderung erleben können, an welche Lösungsansätze andere Besucher:innen gedacht haben. Das Futurium-Team kann die Werke mit einem speziellen Klicksystem anschließend in die Installation einfügen.
Ein ganz besonderes Exponat im Futurium, ausnahmsweise mal nicht interaktiv, sondern echt partizipativ. Auch Ihr könnt Teil der Installation werden, indem Ihr an den Workshops teilnehmt und Eure Werke danach zur Verfügung stellt. So wird hoffentlich der Blick geöffnet, neue Perspektiven und kreative Ideen für eine gute Zukunft des Bodens bereitgestellt!
Die Workshops sind barrierefrei. Alle Materialien sind sind haptisch erfahrbar und mit Braille sowie Dateien für Text-to-Speech Converter erstellt. Die Informationen zu den Terminen werden auf der Website des Futuriums veröffentlicht: https://futurium.de/de/shared-grounds