Bye bye, liebe Fräse!

Über Jahre war sie das Herzstück unserer Werkstatt, doch nun wurde sie durch ein neueres, noch leistungsfähigeres Modell ersetzt: unsere CNC-Fräse.
Für einen symbolischen Euro haben wir sie jetzt an Paul und Hansen Hoepner verschenkt, die sie sogleich bei sich im Coworking-Makerspace KAOS in Berlin-Oberschöneweide aufgestellt haben. Dort wird sie den Abenteurer-Brüdern und allen Kreativen in der Community hoffentlich in Zukunft ebenfalls gute Dienste leisten.

Mit der Fräse verbinden wir viele Erinnerungen, denn sie war ausschlaggebend dafür, dass wir seit dem Jahr 2009 Exponate und Ausstellungen endlich in großem Umfang selbst produzieren konnten. In der Zeit davor haben wir immer wieder feststellen müssen, dass unsere Ideen, Pläne und Entwürfe von externen Produzenten nicht so umgesetzt wurden, wie es unserem Anspruch entsprochen hätte. Daher haben wir früh begonnen, die entscheidenden Teile interaktiver Exponate selbst zu fertigen. Doch dank der Fräse konnten wir unsere Eigenproduktion sukzessive ausbauen. Auf 1000 qm haben wir mittlerweile auch genügend Platz für die gleichzeitige Entwicklung und Fertigung von interaktiven Exponaten, großen szenografischen Elementen und somit ganzen Ausstellungen durch die dafür nötigen Maschinen. Der einzigartige Status von Archimedes als One-Stop-Shop für Ausstellungen – vom ersten Konzept bis zur Produktion – war mit der Anschaffung der Fräse erreicht.

Jetzt waren ein ordentlicher Kraftakt und beachtliche Präzision nötig, um die nicht gerade handliche Maschine von ihrem angestammten Platz in unserer Werkstatt sicher auf einen LKW zu verladen. Wer hätte gedacht, dass man so eine Fräse tatsächlich auf die Seite kippen kann?!

Für welche spannenden Projekte sie wohl in Zukunft zum Einsatz kommen wird? Von den Erfindern Paul und Hansen wissen wir, dass sie seit geraumer Zeit eine Tour durch Alaska planen – und zwar mit einem selbstgebauten pedalbetriebenen Amphibienfahrzeug. Leider sind auch sie durch Corona etwas ausgebremst worden. Aber ihr Plan steht weiterhin und die Fräse soll ihnen bei der Fertigung besagten Fahrzeugs helfen. Wir sind schon sehr gespannt und drücken alle Daumen, dass die Alaska-Expedition 2021 stattfinden kann. Wie mit unseren Exponaten reisen die Erzeugnisse der Fräse dann weiterhin um die Welt. Toll!

Weitere Infos zum Alaska-Projekt von Hoepner + Hoepner gibt’s in ihrem Vlog.